Interview in Oldenburg
Es tut mir wirklich Leid, dass ich nicht mehr täglich geschrieben habe. Es ist schwer, ich bin immer unterwegs.
Liebe Frau Pepelnik hat mir den Weg noch einmal erklärt. Was ich machen sollte. Herr Karbownik hat mich für die Interviews sehr sehr gut vorbereitet. Was soll ich sagen… Certa ist perfekt. Wirklich.
Oldenburg ist eine sehr schöne Stadt. Oder so dachte ich. Aber die Einwohner erinnern mich an Aachen und jenes Gebiet. Und wenn Sie den Blog gelesen haben… ja. Sie wissen.
Ich ging zur Klinik. Ich wartete vor die Tür von der Sekretärin. Sie ist gekommen und ich bekam einige Formulare zum Ausfüllen und Unterschreiben. Dann kam der Professor. Er sah freundlich aus. Wir gingen zusammen zur Besprechung. Wooooow. Ein sehr großes Zimmer mit Ärzten… und ich mit meiner roten Jacke. Great start C. Der Professor nahm einen Stuhl für mich, ganz neben ihm. Yay, look at me sitting next to the pros. Someone dig a hole somewhere for me… please.
Ich werde es nicht besprechen. Aber es gab einige… Worte, die ich nicht mochte. Ein Geschehen, das besprochen wurde, das ich sehr auffällig fand. Und eine Hebamme, die nicht so gut Deutsch sprach und die sehr aufgeregt war, denn sie reden sollte. Jemand sagte ihr: „Na sag!“ Hmmm… wenn mir jemand etwas so… mit einer solchen Stimme sagen würde… ich würde weinen. Und eine Kollegin lächelte als die Hebamme redete.. uncool.
Deutsch ist schwer. Deutsch ist sogar schwerer, wenn man es spät lernt. Man hat einen starken Akzent und die Neigung, um auf einer anderen Sprache zu denken… Plus: man muss die richtige Information sagen. Gar nicht einfach. Ich würde die Dame, die das sagte, bitten, um etwas auf Rumänisch zu sagen. Ich würde ihr eine Woche zur Verfügung geben, um nur eine Phrase zu lernen. 100%ig würde sie es verkacken, besonders vor 20+ Rumänen. Unsere Sprachen sind gar nicht ähnlich…
Ich ging dann auf der Station. Da gab es mehr Ärzte auf anderen Länder, das war cool… aber dann… warum war die Stimmung so unangenehm? Hmmm…
Ich habe ziemlich vieles gesehen. Eine AÄ sagte, sie hat mit Dienste nach einem Jahr begonnen. Man beginnt, wenn man sich wohl fühlt. Das fand ich gut.
Sie sagte auch, dass sie hat schon 50-60 Kaiserschnitte gemacht.. in einigen Monaten. Wooow. Wer den Kreißsaal dort leiten kann, kann es in ganzen Deutschland machen. So sagten die. Level 1 Klinik. UniKlinik. Die meisten Frühgeburten in ganzem Gebiet. Schön…
Dann folgte das Interview mit der Personalabteilung. Hmmm ohne mir etwas zu sagen. Ich ging einfach rein und da waren alle. Uhm. Ja.
Sie fragten über meine Forschung, ich sagte das war als ich in 1. Studienjahr war, seit dann habe ich nichts mit Forschung zu tun. „Finden Sie die nicht wichtig?“ Natürlich finde ich Forschung wichtig, ich würde gerne Forschung machen, aber ich hatte die Chance nicht. „Aber wissen Sie… Ihre Doktorarbeit gilt nicht hier… oder?“ Doch.. ich denke die gilt. Aber ich bin bis jetzt ein bisschen enttäuscht, das ist wahr. „Dann würden Sie nicht etwas hier machen? Wenn Sie Forschung mögen… wir hatten 2 Ärzte mit Summa cum Laudae…“ Wow. My heart skipped a beat. PhD in Germany. „Uhm.. natürlich wäre das schön, ja.“ Dann folgten viele Fragen über meinen Lebenslauf und was dort steht. Sie fragten warum Gyn, ich erzählte über die Famulatur in Innsbruck, als ich im 3. Jahr war… Austausch Programm zwischen Studenten von unseren Universitäten. Nach 2 Fragen stellte der Mensch von der Personalabteilung die Frage: „Also hat diese Vermittlungsagentur die Famulatur in Innsbruck organisiert?“ Okaaay. Also niemand hörte, was ich sagte. Sehr schön, sehr profi. Nein, ich habe das schon erwähnt. „Warum wollen Sie Rumänien verlassen?“ Ich war schon irittiert. „Herr Professor, ich glaube, Sie haben die Frage falsch gestellt…“ „Was meinen Sie?!?!“ „Ich wollte nicht Rumänien verlassen, das war nicht das Ziel. Das Ziel war hier zu kommen Herr Professor.“ „Aber man kann nicht beide haben, damit stimmen Sie zu, oder?“ „Sie haben Recht, aber ich würde nicht die Sache mit „verlassen“ betonen, sondern „nach Deutschland kommen“.“ „Warum?“ „Weil ich das System kenne, die Patienten sind höfflich, man kann vieles machen für die, und außerdem genieße ich das Leben hier.“ Normalerweise. „Aber was ist der Traum? <<Ich komme hier und will DAS unbedingt machen.>>“ „Der Traum wäre Onkologie, aber das kann nur später sein. Das wäre… der Traum.“ „Nicht Geburtshilfe?“ „Geburtshife gehört dazu, aber das ist nicht der Traum, nein.“ „Aber es ist ein bisschen früh für Onkologie.“ „Ich weiß. Sie fragten, was der Traum ist Herr Professor. Ich habe geantwortet.“ „Ja… wann würden Sie beginnen?“ „Ab sofort könnte ich beginnen.“ „Sehr sportlich! Aber wir brauchen Zeit für die Unterlagen…“ „Ich habe nur geantwortet… es kann morgen oder nach 3 Wochen sein.“ „Ab 01.04. würden wir sagen.“ „Gut so.“
Dann ging ich zurück auf der Station. Eine kurze Operation… dann kam der Professor zurück. Er wollte mich noch einmal grüßen bevor er zur Uni ging.“ Eine OÄ war da… sie erzählte noch einmal über Geburten Geburten Geburten. Aber der Professor hatte kapiert, so würden die mich nicht gewinnen… Wir haben ein Onko Zentrum hier. Und Sie können die ganze Weiterbildung hier machen. DEGUM I, II… Boah… ich war schon begeistert. Ich könnte alles, was ich wollte, haben. Dann…? Warum fühle ich mich nicht wohl?
Ich ging zurück nach Hause, im Norden. Der wahre Norden. Hamburg.
How did I end up stuck in the body of a grown-up?