Tag 16 – Dienstag
Heute war der Vormittag Kurs absolut null. Wir machten fast nichts Neues… Anamnese und Brief. Ich glaube, ich war so gelangweiligt, dass ich musste etwas machen. Und so begann ich dem Lehrer zu widersprechen. Er sagte: Hämochromatose ist Morbus Wilson. Ich: Nein, tut mir Leid, das ist falsch. Morbus Wilson bedeutet Kupfer-Einlagerung, nicht Eisen. Oder sagte er: Hypothyreose ist Morbus Hashimoto. Ich: Entschuldigung! Das ist falsch. Morbus Hashimoto kann zur Unterfunktion der Schilddrüse führen, aber die sind nicht Synonyme. Er: Der Patient hat Polytrauma – er hat sein Arm und Knie verletzt während einen Fahrradunfall. Ich: Entschuldigung! Polytrauma bedeutet… dass es mindestens 3 Läsionen in 2 verschiedene Gebiete des Körpers gibt… und mindestens eine muss lebensbedrohlich sein. Und so ging es den ganzen Tag. Aber er war unglaublich beruhigt. Abeeeeeeer…. haha! Liebe kleine C. Die Polytrauma fand er lustig. Und so sagte er: „Achso! Hmmm. C., wir werden etwas Neues versuchen. Du führst die Anamnese durch und dann machen wir das Arzt-Arzt Gespräch. Ohne Brief. Nur einige Notizen. (In yo‘ face, sagte er wahrscheinlich)“. Aber ich schaffte es, und sogar ohne ihn zu ärgern.
Nach der Schule waren wir zu müde, etwas zusammen zu unternehmen. Ich ging nach Hause… aß Schokolade und schrieb meinen Artikel… ich muss den nach Rumänien schicken. Manchmal frage ich mich, ob meine Doktorarbeit lohnt sich. So viele E-mail, Aufgaben… und das Problem ist, was ich jetzt schreibe ist etwas Fiktives, nur für einen Kurs… Waste of time and energy… Und wahrscheinlich wird niemand fragen: „Dr. C., haben Sie einen Doktorat??“ Nobody cares I guess, but oh well. I might as well just go on with it. Das Thema gefällt mir, es handelt sich um preneoplastische zervikale Läsionen… Gyn ftw!
🙂